Elaway

Starke Einweihung mit Investa Real Estate

Interview mit Nadja Weicker (Head of Sales), Patrick Vesely (CEO), Roman Heß (Technischer Account Manager) von Elaway Deutschland.

Am 9. November 2023 eröffnete Elaway mit seinem Partner Investa Real Estate den größten Ladeinfrastruktur-Hub Münchens in der WerkStadt Sendling. In Anwesenheit ausgewählter Gäste aus Medien, Wirtschaft und Politik wurde das erste E-Fahrzeug in einer feierlichen und offiziellen Zeremonie an eine der frisch installierten Ladestationen angestöpselt und mit Strom gefüttert. Im Interview sprechen Nadja Weicker (Head of Sales), Patrick Vesely (CEO) und Roman Heß (technischer Accountmanager) von Elaway Deutschland über das Projekt und auch über die Bedeutung von Elektromobilität generell fürs Klima, für die Immobilienwirtschaft und für Mieter von Elaway-Ladestationen.

Der 9.11.2023 setzte einen Meilenstein. Warum?

Patrick Vesely: An diesem Tag starteten wir gemeinsam mit unserem Partner Investa Real Estate das Projekt Ladeinfrastruktur in der WerkStadt Sendling. Für Elaway ist das eine großartige Möglichkeit, ein gesamtes Parkhaus mit bis zu 375 Stellplätzen elektrifizieren zu können. Für München ist es ein Vorzeigeprojekt zu den Themen Ladeinfrastruktur und nachhaltiges München.

Wer kam zur Eröffnungszeremonie und war sie ein Erfolg?

Patrick Vesely: Das Event ist super gelaufen. Viele Medienvertreter waren anwesend. Clemens Baumgärtner vom Referat Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München bereicherte die Veranstaltung mit einer dynamischen Rede, Investa-Gründer Klaus Laminet demonstrierte die erste Ladung an einer der neuen Ladestationen auf dem Parkdeck. Die Infotische waren gut besucht, die Stimmung war großartig, das Ambiente und das nordisch inspirierte Catering fanden großen Anklang. Es war absolut fantastisch.

Fantastisch klingt auch die Aussicht auf 375 Ladestationen in der WerkStadt Sendling. Aber reicht der Strom? Roman Heß: Das Objekt ist durch eine große Versorgungsleitung angeschlossen. Wir als Elaway haben die komplette Infrastruktur gebaut im Rahmen des Lastmanagements wie auch der Grundversorgung auf die Stellplätze. Wir haben einen eigenen Zähler installiert, so dass wir sicherstellen können, dass jedes Fahrzeug, das dort angeschlossen ist, geladen werden kann.

Für derartige Projekte braucht es geeignete Objekte. Welche sind das?

Nadja Weicker: Unsere Spezialität ist das Installieren und Betreiben von Ladesystem für Elektroautos in Mehrfamilienhäusern. Prinzipiell können wir jede Garage ausstatten. Am Ende des Tages ist alles eine Frage von Aufwand und Kosten, also ob es sich für einen Eigentümer bzw. Eigentümergemeinschaften rechnet. Wir beraten sehr gut und es gibt sicherlich auch Objekte, wo wir sagen: Hier lohnt es sich nicht, hier rechnet es sich nicht. Dies ist aber die Außnahme.

Wie kam die Partnerschaft mit Investa zustande?

Nadja Weicker: Investa hat einen erfahrenen Partner gesucht. Da konnten wir mit unserer Erfahrung aus Norwegen, dem Musterland der Elektromobilität, punkten. Jeder unserer Mitarbeitenden hier in Deutschland ist Experte auf seinem Gebiet. Aber auch sonst hat alles gepasst. Investa ist ein echter Partner, denkt voraus, was den skalierbaren Ausbau betrifft, die Zusammenarbeit ist toll, Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München bereicherte die Veranstaltung mit einer dynamischen Rede, Investa-Gründer Klaus Laminet demonstrierte die erste Ladung an einer der neuen Ladestationen auf dem Parkdeck. Die Infotische waren gut besucht, die Stimmung war großartig, das Ambiente und das nordisch inspirierte Catering fanden großen Anklang. Es war absolut fantastisch.

Sind Sie konkurrenzlos in München oder in Deutschland?

Nadja Weicker: Nein, aber das ist auch gut so. Wir sehen keine Konkurrenz. Wir freuen uns über jeden elektrifizierten Parkplatz, denn von Seiten der Bundesregierung heißt es: noch sieben Mal Weihnachten, dann gibt es keine Verbrennermotoren mehr. Insofern feiern wir jeden, der sich am Ausbau beteiligt. Dennoch haben wir unseres Wissens den größten Erfahrungswert, Ladeinfrastrukturen zu bauen und auch zu betreiben. Das Betreiben ist unsere Kernkompetenz,. Wir haben bereits über 80.000 elektrifizierte Parkplätze im Elaway Portfolio. Zum Vergleich: Aktuell gibt es über 80.000 öffentliche Ladeplätze in Deutschland.

Welche möglichen Hürden und Einschränkungen sehen Sie im Bereich Elektromobilität in Deutschland? Patrick Vesely: Es wird zu wenig getan in Punkto Aufklärungsarbeit. Es kursieren noch sehr viele Falschinformationen. In der Presse, in allen Medien. Die Konsumenten wissen noch nicht, dass das elektrische Fahren problemlos über lange Strecken möglich und das Laden sehr einfach ist. Zudem wird Elektromobilität von Seiten der Politik viel zu wenig gefördert. Sämtliche diesbezügliche Initiativen waren nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Deutschland ist überreguliert und über 800 individuelle Netzbetreiber tragen nicht zu einem schnellen und unkomplizierten Ausbau bei. Außerdem sind E-Fahrzeuge noch zu teuer.

Was macht Norwegen anders?

Patrick Vesely: In Norwegen wurde und wird viel getan, um Elektromobilität zu beschleunigen und den grünen Wandel herbeizuführen. Die Regierung agiert mit tollen Förderprogrammen mit. Andererseits wird mit Restriktionen gearbeitet, dass etwa Verbrennerfahrzeuge nicht mehr in die Städte dürfen. Zudem ist die Regulierung für den Aufbau von Ladeinfrastruktur erheblich geringer als in Deutschland.

Stichwort Vorurteile. Die Batterie wird häufig als nicht langlebig und umweltschädlich zitiert. Was sagen Sie darauf? Roman Heß: Die Aufklärungsarbeit hinkt hier kräftig hinterher und auch das Wissen. So meinen etwa viele, die Batterie wäre nach 100.000 Kilometer reif für den Schrottplatz. Das stimmt aber nicht. Batterien halten nachweislich 500.000 Kilometer, haben dann immer noch 85 Prozent Reichweite undkönnen nach Ihrem Einsatz im Fahrzeug, dem first life, zum kommerziellen Speichern genutzt werden und somit eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren erreichen, was die von Verbrennerfahrzeugen deutlich übersteigt. Und um vonLithium-Ionen- Batterien wegzukommen, wird zunehmend auf eisenhaltige Batterien gesetzt.

Es geht aber nicht nur um die Batterie, sondern um die Herstellung insgesamt.

Roman Heß: Was die Ökobilanz für den Bau eines Elektrofahrzeugs betrifft, ist die Darstellung zu einseitig. Es wird viel geschrieben über einen immens hohen CO2-Rucksack. Die Hersteller arbeiten jedoch mit Hochdruck daran, dies zu verbessern und bereits heute ist der CO2-Rucksack eines Elektrofahrzeuges nur noch geringfügig höher als der eines konventionellen Verbrenners. Durch technische Innovation und lokale Produktion von z.B. Tesla in Deutschland ist ein klarer Trend hin zu einer neutralen Ökobilanz nicht nur im Betrieb, sondern auch in der Produktion, erkennbar. Wind & PV-Anlagen für die nötige Energie sorgen, es geht nicht sauberer. Generell sind die Autoproduktionsstätten der Elektrofahrzeughersteller die modernsten und ressourcenschonensten der Welt.

Viele Elektrofahrzeuge bedeuten viel Strom. Haben wir genügend?

Roman Heß: Bereits heute ist die Stromproduktion in Deutschland bereits zu über 55 % erneuerbar und der Ausbau erneuerbarer Energie nimmt wieder Stark Fahrt auf. Darüber hinaus sind wir Teil des europäischen Stromnetzes, d.h. selbst wenn zwei-, zehn- oder auch 15-Millionen E-Fahrzeuge geladen werden, ist Strom immer verfügbar. Es geht eher ums Verteilernetz. Hier muss Deutschland investieren. Wie auch in große kommerzielle Speicher für die ganze erneuerbare Energie, die heute in Deutschland bei Überschuss abgeregelt wird, sowie in die Flexibilisierung des Verbrauchs, so dass Fahrzeuge z.B.nachts über den in Deutschland erwirtschafteten Strom über Wind laden können und zwar zu extrem niedrigen Preisen. Am Wochenende sogar teilweise kostenlos, wenn etwa ein Überschuss aus Wind oder Solar vorhanden ist und die Industrie wenig Bedarf hat.

Dennoch geht alles zäh voran. Warum?

Roman Heß: Um die Vorteile einer erneuerbaren Energieversorgung nutzen zu können, müssen Häuser mit intelligenten Stromzählern, den so genannten Smart Metern, ausgerüstet sein. Erst hiermit entsteht der Anreiz, den Verbrauch in Stunden mit günstigem Strompreis zu verschieben. Durch Überregulierung hat der Ausbau von Smart Metern in den letzten Jahren kaum an Fahrt aufgenommen, dank Änderungen der Gesetzeslage im letzten Jahr sowie der Pflicht für die Netzbetreiber, ab 2025 Smart Meter anzubieten, nimmt die Installation von Smart Metern nun endlich Fahrt in Deutschland auf.Allerdings haben immer noch zu wenige Anbieter, zu wenige Fachkräfte, die das alles umsetzen, undzu wenig Personal bei den Netzbetreibern um die doch erhebliche Bürokratie zu bewältigen. Trotz der Pflicht ab 2025 gehen wir davon aus, dass es noch ein paar Jahre dauern wird, bis Smart Meter flächendeckend zur Verfügung stehen.

Was möchte Elaway bewirken? Was sind Ihre Ziele?

Patrick Vesely: Im deutschen Markt eine Rolle spielen, mit Aufklärungs- und Beratungsarbeit und allen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, das Thema Elektromobilität vorantreiben. Wir haben klare Ziele analog des deutschen Klimaschutzgesetzes, das klimaschädliche Emissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 reduzieren möchte, und den ESG-Richtlinien, also der unternehmerischen Sozialverantwortung.

Nadja Weicker: Weitere und langfristige Partner wie Investa Real Estate finden, nicht zu vergessen einen Partner wie das Unternehmen Spie, das uns in der WerkStadt Sendling in Sachen Bau & Installation unterstützt hat. Möglichst viele Objekte mit einer sicheren, nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Ladeinfrastruktur bedienen. Gemeinsam mit Marktbegleitern den CO2-Ausstoß senken und einen grünen Planeten hinterlassen. Kurzum: Das bequeme, immer verfügbare und kostengünstige Laden zu Hause forcieren. Ganz nach unserem Leitprinzip: Wir machen laden einfach.

Medienkontakt:

Carolin Fried

+49 171 9568410

cf@mpm-ag.de

Unternehmenskontakt:

Nadja Weicker

Head of Sales

Elaway GmbH Tal 30

80331 München

nadja.weicker@elaway.io

Über Elaway:

Elaway betreibt Ladeinfrastrukturen für Elektroautos in Mehrfamilienhäusern. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Norwegen, Musterland der Elektromobilität, wo Elaway im Jahr 2019 gegründet wurde. Die Elaway GmbH hat Ihren Hauptsitz in München und ist bundesweit tätig. Aktuell hat Elaway über 77.500 elektrifizierte Parkplätze an mehr als 1.800 Standorten für über 12.000 aktive Fahrer mit über 33.000 Ladestationen bestückt und in Betrieb genommen.